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Rio de Janeiro

Christusstatue, Copacabana und Altstadt
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Rio de Janeiro

Oct 4, 2021 | Rio de Janeiro State, Trip

Spontan erst am Freitag nach der Arbeit gebucht ging es schon 3h spaeter los mit dem Nachtbus nach Rio de Janeiro. Ich hatte den Bus guenstig ueber Buser, einem Online-Anbieter gebucht. Daher fuhr die Verbindung auch nicht am grossen Terminal, sondern an einem Privatparkplatz in der Naehe los. Hier herrschte das blanke Chaos. Mindestens 20 Busse standen kreuz und quer verteilt herum, ueber die Nummerntafel musste man sich seine Verbindung raussuchen. Aber schlussendlich fand ich meinen Bus und der naechtliche Trip begann.

Im Nachtbus

Nach ungefaehr sechs Stunden erreichte ich um 5:30 Uhr puenklich Rio. Das Wetter war deutlich besser als vorhergesagt, und so verbrachte ich die Wartezeit auf David am nahegelegenen “Praja de Flamenco” und konnte von dort die aufgehende Sonne beobachten. 

Sonnenaufgang an der Praja de Flamenca mit Blick auf den Zuckerhut

Als David dann kurz darauf ankahm, begaben wir uns in ein Cafe am Flughafen, um fruehzustuecken. Da wir gewettet hatten welcher Bus zuerst ankommt, gab es fuer mich auch einen gratis Cafe. Beim fruehstuecken buchten wir auch das Hotel. 

Als ersten Programmpunkt hatten wir uns das Wahrzeichen von Rio, die Christusstatue ausgesucht. Da wir etwas abseits der Touristenmassen unterwegs sein wollten, hatten wir uns entschieden, zu Fuss auf den Corcovado hinaufzuwandern. Im Internet hatten wir zahlreiche Berichte gefunden. Dort wurde auch gewarnt, dass immer wieder Raubueberfalle am Weg veruebt wurden. Dennoch beschlossen wir, das Risiko einzugehen.

Wir fuhren mit einem Uber zum Parque Lague, einem wildromantischen Park. Frueher war hier ein koloniales Landshaus, ehe das Areal in einen Park fuer die Oeffentlichkeit umgewandelt wurde. Dort begegneten wir vier Einheimischen (“Cariocas” – Bewohner von Rio). Diese sprachen Englisch und boten uns an, dass wir sie doch begleiten koennen. Dieses Angebot nahmen wir natuerlich gerne an. 

Der Parque Lague

Also ging es nun in einer groesseren Gruppe vorbei an einer Polizeistation in Richtung Christusstatue. Der Weg begann als flacher Trampelpfad. Schon bald trafen wir auf unzaehlige Affen. Dann wurde der Weg etwas steiler, sogar leichte Versicherungen waren verbaut. Nach dem steilen Stueck querten wir die Zahnradbahn, die faulere Touristen bequemer nach oben brachte.

Beim Aufstieg zum Corcovado

Nach insesamt fast 2h Aufstieg, wobei wir einige Pausen einlegten und viel tratschten, erreichten wir schliesslich die Christusstatue. Hier war es ziemlich voll, aber der Ausblick ueber die Bucht von Rio is einmalig. 

Nach einer Staerkung begaben wir uns dann wieder auf den Abstieg. Von unseren neuen Freunden bekamen wir noch zahlreiche Tipps, was noch so alles sehenswert ist in Rio. Dann gings es an den Strand, wo wir an der Copacabana wohlverdient einen Caipirinha goennten. 

Caipirinha an der Copacabana

Dannach checkten wir im Hotel ein und machten uns frisch. Abbendessen wollten wir in einem Indischen Restaurant unweit der Escadaria Selaron, einer Kunstvoll gestalteten Treppe im Stadtteil Lapa. Hier spielten Strassenmusiker und Cariocas sassen gemuetlich beisammen und Tranken Bier. 

Die Escadaria Selaron

Im Anschluss ging es in eine Cerveceria. Wir verabreteten uns mit unseren neuen Bekanntschaften. Diese nahmen uns mit in eine Cachacaria. Dort durften wir saemtliche Shotkreationen der Cariocas probieren.

Am naechsten Morgen gingen wir es daher also eher gemuetlich an. Wir fruehstuckten im Hotel, dann wollten wir etwas durch die Altstadt bummeln. Diese war ueberraschend lehr. Scheinbar hatten am Sonntag die Geschaefte geschlossen, und auch Touristen waren kaum zu sehen. Also hatten wir die Geschichtstraechtigen Gebaeude von Rio ganz fuer uns allein.

Bibliotheca Nacional

Theatro Municipal

Rio, einst Hauptstadt des Portugisischen Koenigreiches und spaeter die erste Hauptstadt von Brasilien, hat einiges an Kultur zu bieten. Wir begannen beim ehemaligen obersten Gerichtshof in der Bibliotheca Nacional. Weiter gings zum Theatro Municipal. Durch eine beeindruckende Mischung aus modernen und historischen Gebaeuden spayzierten wir zum Praca XV de Novembro, wo der ehemalige Koenigspalast steht.  

Igreja Nossa Senhora

Paco Imperial

DJ Supreme Court
Moderne trifft Historie

Am Ende unseres Kulturausfluges steht ein ungewollter Besuch im Kunstmuseum der Banco do Brasil. Wir wollten eigentlich nur das Gebaeude sehen, aber eine Dame am Eingang drehte uns sofort Karten an (die allerdings kostenlos waren).

Ich versuche den uralten Lift zu steuern

Dannach gingen wir nochmals an den Strand, ehe uns der Nachtbus inklusive durch die Klimaanlage forcierte Erkaeltung wieder zurueck nach Sao Paulo brachte.