Ankunft in Brasilien
mein erster Tag in Sao PauloAnkunft in Brasilien
Meine Reise startete am Samstag, um 15:00 Uhr in Fieberbrunn. Papa brachte mich mit dem Auto nach Kufstein, von dort ging es mit dem Zug nach München. Am Flughafen war dank der Pandemie deutlich weniger los als gewohnt. So war mein Gepäck schnell aufgegeben und ich kam schnell durch den Security Check.
Noch am Vortag hatte Danzi mir von seinen negativen Erfahrungen mit meiner Fluglinie TAP erzählt. Und tatsächlich, mein erster Flug nach Lissabon war fast 1h verspätet. Da ich nur 1:25h zum umsteigen hatte wurde ich doch etwas nervös. In Lissabon rannten ich und Andre, ein Brasilianer, der in München arbeitete und ebenfalls nach Sao Paulo flog, dann zum nächsten Gate. “Last Call for the passangers on TP87 to Sao Paulo”, hieß es bereits, aber wir schafften es. Unser Gepäck allerdings war nicht so schnell und strandete in Lissabon.
Gott sei dank half mir Andre dann in Sao Paulo, das Formular für das verloren gegangene Gepäckstück auszufüllen. Denn Englisch war selbst am Flughafen eher Rarität.
Am Flughafen in München
Rodrigo, der Besitzer meines Hostels, holte mich vom Flughafen ab. Dort angekommen wurde ich bereits Herzlich empfangen. Alex, eine Wienerin, die ebenfalls bei SENAI arbeitet, und Alessandro (Daccia) namen mich sofort mit auf eine erkundungstour durch Sao Paulo.
Ich war beeindruckt von den Wolkenkratzern und dem Flair der Megacity. Gleichzeitig wirkte doch alles etwas bedrohlich. Uns wurde immer wieder gesagt, dass Handy möglichst selten auf der Straße zu benutzen, und sich immer davor umzusehen wer in der Nähe ist. In der Nacht habe man auf den Straßen nichts verloren, dann soll man sich ein Uber nehmen. Die Armut war überall, Obdachlose zelteten auf der Straße und sammelten Müll zusammen.
Gleichzeitig aber erlebten wir viele moderne Gedanken. Am Sonntag etwa sind die Hauptstraßen im Zentrum gesperrt und zur Fußgängerzone umfunktioniert. Ein Paradies für Radfahrer, Läufer und Straßenkünstler entsteht.
Die gesperrte Hauptstraße
Der Blick aus meinem Zimmer
Wir besuchten die Avenida Paulista, das Administrative und moderne Zentrum von Sao Paulo, wo wir einen Cafe tranken. Dann ging es nach Liberdade (Japan Town), unsere erste Fahrt mit der Metro. Dort war alles sehr gesellig, unzählige Menschen auf der Straße. Aber (fast) alle trugen eine Maske. Allessandro erzählte uns, dass die Menschen normalerweise viel freundlicher sind und viel mehr Körperkontakt pflegen, das aber seit der Pandemie anders ist. Uns als Österreicher kamen aber auch so alle ziemlich freundlich vor, das man negativ auf uns Ausländer blickt ist hier eher selten der Fall.
Kokossaft direkt aus der Nuss
Und das Fleisch mit dem Naturlöffel dazu essen
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